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Stunden haben Sie für die Gestaltung Ihrer neuen Visitenkarte investiert und dann kommt die Überraschung! Sicherlich haben Sie sich schon oft gefragt, warum ein Ausdruck größtenteils nicht einmal annähernd so ausschaut, wie Sie diesen auf Ihrem Bildschirm betrachten können. Auf die Beantwortung dieser Frage möchten wir an dieser Stelle eingehen und Ihnen erläutern, warum das so ist.
Im DTP (= Desktop Publishing) hat man es mit unterschiedlichen Farbmodellen zu tun. Mit diesen Farbmodellen wird versucht, Farben aus der Realität möglichst realistisch darzustellen. Es gibt die verschiedensten Farbmodelle für die wiederum verschiedensten Anwendungsbereiche.
Mit einem Farbmodell kann die Realität jedoch nur "realitätsnah" abgebildet werden; nicht alle Farben und vor allem auch Lichtverhältnisse lassen sich am Bildschirm oder auf einer Drucksache zu 100 Prozent realistisch darstellen. Dies liegt zum einen an der Betrachtungsweise (z.B. der Betrachtungswinkel), dem Betrachtungsabstand aber auch daran, dass ein Farbmodell nie alle in der Natur und deren Umgebung vorkommenden Farben enthält. Stellen Sie hierzu einfach einmal vor, Ihr Drucker hätte knapp über 16 Millionen Farben, ein Standardwert derzeit gängiger Grafikkarten, als Druckfarben zur Verfügung. Wer soll das bezahlen? Diese Frage beantwortet sich von selbst. Jedem dürfte somit klar sein, dass ein Drucker als auch ein Bildschirm (derzeit) nicht alle Farben des Farbspektrums enthalten kann.
Wie bereits erwähnt gibt es verschiedene Farbmodelle. Wir widmen uns hier denen für uns wichtigen, dem RGB-Farbmodell zur Darstellung der Farben auf dem Bildschirm sowie dem CMYK-Farbmodell - drucktechnisch gesehen.
RGB
Im RGB-Farbmodell werden drei Grundfarben genutzt, aus welchen sich alle anderen Farben mischen lassen: Rot, Grün und Blau (= RGB). So ergibt z.B. aus der Mischung von Rot und Grün die Farbe Gelb; die Mischung aller 3 Farben mit voller Intensität ergibt Weiß.
Nach dem RGB-Farbmodell arbeiten z.B. Farbfernseher oder auch Computermonitore (Röhrenmonitore). Hierbei setzt sich jeder Pixel (Punkt) aus genau 3 einzelnen, kleinen Pünktchen zusammen: einem roten, einem grünen und einem blauen. Die Pünktchen sind hierbei so klein, dass unser Auge diese nicht als einzelne wahrnimmt, sondern automatisch eine Mischung derer erzeugt. So können dann entsprechende Farben dargestellt werden.
CMYK
Wie auch schon beim RGB-Farbmodell liegt dem CMYK-Farbmodell zugrunde, mit einer möglichst geringen Anzahl von Grundfarben viele Farben darstellen zu können. Im CMYK-Farbmodell stehen die Farbe Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz zur Abbildung des Farbraumes zur Verfügung.
K ist Schwarz? Nein, der Buchstabe K steht hierbei für das amerikanische Wort "Key", was übersetzt soviel bedeutet wie "Tiefe"; der Buchstabe B war schon durch das Blau im RGB-Farbmodell belegt. Durch die 3 eigentlichen Grundfarben CMY kann durch die Mischung oder Überlagerung kein so tiefes Schwarz erzeugt werden, wie beispielsweise im RGB-Farbmodell, sondern lediglich ein recht dunkles Braun. Da jedoch sehr häufig "tiefe" Schwarztöne zur Umsetzung von Drucksachen benötigt werden, wurde Schwarz als "Grundfarbe" bzw. Einzelfarbe hinzugenommen.
Mit beiden Farbmodellen lässt sich nur ein Teil aller vorkommenden und möglichen Farben darstellen. Diesen "Teil" nennt man Farbraum, wobei der des RGB-Modells größer als der des CMYK-Modells ist; der Farbraum drucktechnisch umsetzbarer Farben ist noch um ein vielfaches kleiner. Weiterhin hängt das Erscheinungsbild einer Farbe auf der Drucksache selbst auch sehr stark von dem verwendeten Papier ab. Dies sind beides genau die Hauptursachen, warum Ihre Drucksache nie zu 100% so ausschauen wird, wie Sie diese auf Ihrem Bildschirm erstellt haben; selbst durch Farbkalibrierung und aufeinander abgestimmte Farbprofile läßt sich immer nur maximal eine 99 prozentige Annäherung erzielen.
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